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Ich bin Tatjana

Wenn man mein Leben von aussen anschaut, passt eigentlich alles. Ich habe eine Familie, zwei gesunde Kinder, wir leben an einem schönen Ort, uns fehlt es an nichts. Ich habe mir vieles aufgebaut, wovon andere sagen würden: „Wenn ich das hätte, wäre ich glücklich.“ Und trotzdem war da schon lange dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Dieses leise Wissen, dass ich mich selbst immer wieder übergehe. Und dabei immer weiter von mir selbst weggehe. 

Ich war immer jemand, der viel getragen hat. Verantwortung, Erwartungen, Stimmungen. Ich konnte durchhalten, weitermachen und für andere da sein. Auch dann, wenn es in mir längst eng war. Lange habe ich mir eingeredet, dass das einfach zum Leben dazugehört. Dass man sich nicht so anstellen soll. Dass andere es schliesslich auch schaffen. Irgendwann ging das nicht mehr. Also habe ich angefangen, genauer hinzuschauen. Mir Zeit zu nehmen. Still zu werden. Mich selbst ernst zu nehmen. Nicht nur die Gedanken, sondern auch meinen Körper. Meine Gefühle. Meine innere Wahrheit. Meditation, Körperarbeit, Ernährung, Heilung, Rückzug, Schreiben, Stille, Krisen, Neuanfänge - all das hat etwas in mir verändert. 

Je tiefer ich geschaut habe, desto klarer wurde mir, dass viele Antworten, nach denen ich im Aussen gesucht hatte, bereits in mir lagen. Und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie viele Menschen genau an diesem Punkt stehen. Von aussen sieht alles gut aus. Innen fühlt sich etwas nicht mehr stimmig an. Heute sehe ich meine Aufgabe nicht darin, Menschen zu verändern oder ihnen zu sagen, wie sie leben sollen. Ich habe keine fertigen Antworten. Keine universellen Methoden. Was ich habe, sind Erfahrungen. Fragen. Beobachtungen. Und den Mut, darüber zu sprechen. Deshalb schreibe ich. Deshalb teile ich meine Gedanken. Deshalb gibt es dieses Buch, meinen Podcast und diese Webseite.

 

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